Wie viel Eigenkapital für die Baufinanzierung? So finden Sie den richtigen Betrag

Eigenkapital für die Baufinanzierung in Deutschland einfach erklärt – Hauskauf mit Eigenkapital
Wie viel Eigenkapital Sie für eine Baufinanzierung benötigen, hängt von Kaufpreis, Nebenkosten und Ihrer persönlichen Finanzsituation ab.

Quick Answer: Für eine solide Baufinanzierung ist Eigenkapital ein großer Vorteil. Viele Banken sehen es gerne, wenn zumindest die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln bezahlt werden. Wer zusätzlich einen Teil des Kaufpreises selbst finanzieren kann, verbessert oft seine Chancen auf günstigere Zinsen und eine entspanntere Finanzierung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • ✔ Was Eigenkapital bei einer Baufinanzierung bedeutet.
  • ✔ Warum Banken auf Eigenkapital achten.
  • ✔ Wie viel Eigenkapital häufig empfohlen wird.
  • ✔ Welche Ausgaben Sie selbst übernehmen sollten.
  • ✔ Tipps für Käufer mit wenig Eigenkapital.


Warum diese Frage so wichtig ist

Wer zum ersten Mal eine Immobilie kaufen möchte, stößt früher oder später auf dieselbe Frage: Wie viel Eigenkapital brauche ich eigentlich? Vielleicht haben Sie bereits verschiedene Antworten gelesen. Manche sprechen von 10 Prozent, andere von 20 oder sogar 30 Prozent. Das kann schnell für Verwirrung sorgen.

Die gute Nachricht ist: Es gibt keine feste Summe, die für jeden Käufer gilt. Viel wichtiger ist, dass Ihre Finanzierung zu Ihrer persönlichen Situation passt. Einkommen, Kaufpreis, monatliches Budget und die gewünschte Laufzeit spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Eigenkapital ist deshalb so wichtig, weil es die Höhe des benötigten Kredits reduziert. Je weniger Geld Sie finanzieren müssen, desto niedriger fallen häufig die monatlichen Raten und die gesamten Zinskosten aus. Gleichzeitig steigt oft die Bereitschaft der Bank, eine Finanzierung zu attraktiven Konditionen anzubieten.

In diesem Ratgeber erfahren Sie Schritt für Schritt, was als Eigenkapital gilt, welche Beträge häufig empfohlen werden und worauf Sie achten sollten, wenn Sie den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen möchten.


Was zählt eigentlich als Eigenkapital?

Viele denken bei Eigenkapital ausschließlich an Geld auf dem Sparkonto. Tatsächlich ist der Begriff etwas umfassender. Gemeint sind alle finanziellen Mittel, die Sie selbst in den Immobilienkauf einbringen können, ohne dafür einen zusätzlichen Kredit aufnehmen zu müssen.

Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto kleiner wird der Finanzierungsbedarf. Das wirkt sich häufig positiv auf die Konditionen der Baufinanzierung aus und verschafft Ihnen mehr finanziellen Spielraum.

Zum Eigenkapital gehören beispielsweise:

  • Sparguthaben auf Giro- oder Tagesgeldkonten
  • Festgeld oder andere Geldanlagen
  • Wertpapiere und Investmentfonds, sofern sie verkauft werden können
  • Bausparguthaben
  • Bereits vorhandenes Immobilienvermögen
  • Schenkungen von Familienangehörigen
  • Eigenleistungen beim Hausbau, sofern sie von der Bank anerkannt werden

Entscheidend ist, dass diese Mittel tatsächlich verfügbar sind. Vermögen, auf das Sie nicht kurzfristig zugreifen können, wird nicht immer vollständig als Eigenkapital berücksichtigt.


Warum spielt Eigenkapital eine so große Rolle?

Aus Sicht der Bank ist Eigenkapital ein Zeichen dafür, dass Sie sich gut auf den Immobilienkauf vorbereitet haben. Gleichzeitig sinkt das Risiko, weil ein kleinerer Kredit benötigt wird. Davon profitieren häufig beide Seiten.

Für Sie als Käufer bedeutet mehr Eigenkapital vor allem eines: mehr finanzielle Freiheit. Die monatliche Rate fällt oft niedriger aus, die Gesamtzinskosten können sinken und auch unerwartete Ausgaben lassen sich leichter auffangen.

Das heißt allerdings nicht, dass ohne hohes Eigenkapital kein Hauskauf möglich ist. Es gibt durchaus Finanzierungen mit einem geringeren Eigenkapitalanteil. Allerdings sollten Sie in diesem Fall besonders sorgfältig planen und verschiedene Angebote miteinander vergleichen.

Tipp aus der Praxis:

Viele Käufer konzentrieren sich ausschließlich auf den Kaufpreis. Mindestens genauso wichtig sind jedoch die Kaufnebenkosten. Wenn Sie diese aus eigenen Mitteln bezahlen können, verbessert das Ihre Finanzierung häufig spürbar.


Verwandte Themen

  • Baufinanzierung für Anfänger
  • Kaufnebenkosten beim Hauskauf
  • Annuitätendarlehen einfach erklärt
  • Bauzinsen verstehen
  • Immobilienkredit beantragen